Feuer

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Osterfeuer am Strand von Binz auf Rügen

Jeder sollte in der Lage sein, ein Feuer anzulegen und zu unterhalten, damit er sich wärmen, Verpflegung, besonders Getränke, zubereiten und seine Bekleidung trocknen kann. Dabei ist zu beachten :

- Feuer braucht Sauerstoff und damit Luftzufuhr.

- Feuerstellen im Innern von Ambientezelten sollte man nur bei ausreichender Be- und Entlüftung unterhalten. Bei
ungenügender Lüftung entsteht farb- und geruchloses Kohlenmonoxyd, das beim Einatmen zu einer lebensgefährlichen Vergiftung führen kann.

- Feuerschein und Rauch können den Aufenthaltsort verraten; es ist möglichst trockenes, harzfreies Brennmaterial zu verwenden.

- Feuer braucht einen Rauchabzug.

- Feuer ist vor scharfem Wind zu schützen (Funkenflug).

- Feuerstellen in Ambientezelten sollten tiefer als die Schlafstätten liegen (Wärme steigt nach oben).

- Unterhalten mehrere Larpies gemeinsam ein Feuer, sollte man sich einigen, wer wann nach dem Feuer schaut. (Feuerwache)
 

Die Feuerwache  hat dafür zu sorgen, daß
- das Feuer nur in der nötigen Größe brennt,
- Brände verhindert werden,
- Bekleidung und Ausrüstung nicht durch Hitze beschädigt werden,
- Wasser oder Erde zum Löschen bereitstehen und
- Frischluft bei Feuerstellen in Ambientezelten zuströmen kann.

Bei Tage sind Feuer möglichst unter hohen Bäumen mit dichter Krone anzulegen, damit sich der Rauch besser verteilt und von weitem weniger sichtbar ist. Bei Dunkelheit empfehlen sich vorwiegend eingegrabene oder verdeckte Feuer. Windschutz und Blenden aus Decken, Flechtschirmen oder Wällen aus Steinen oder Erde schützen gegen Sicht, gegen schnelles Herunterbrennen und Funkenflug bei starkem Wind.

Als Anzündmaterial eignen sich u.a.
- harzige, aufgeschnittene Späne,
- Nadelholzreisig,
- Baumrinde, vornehmlich Birkenrinde,
- dürre Baumflechten, Zapfen,
- gespaltenes Fichtenholz,
- aufgeriebene Torfstücke,
- Stroh, Schilf, verdorrte Gras- und Fambüschel,
- Papier, in kleine Stücke zerrissene Pappe,
- Wachsumhüllungen
- Esbitstücke.

Muß man bei Feuchtigkeit Benzin oder Öl verwenden, ist das Anzündmaterial vor dem Entzünden damit zu tränken.
Niemals Benzin oder Öl in Feuer oder Glut schütten!

Trockenes Holz läßt sich leicht anzünden, brennt gut und entwickelt wenig Rauch.
Wichtig !!!:
- Buchen- und Eichenholz erzeugt starke, langanhaltende Glut und eignet sich besonders für Kochfeuer.
- Birkenholz brennt raucharm und schnell, liefert wenig Glut, brennt aber auch in feuchtem und frischem Zustand an.
- Nadelholz brennt gut an, rußt jedoch stark.
- Torf entwickelt starke Hitze.
- Abgestorbene Bäume liefern auch bei nasser Witterung trockenes Holz, manchmal jedoch erst, wenn man die durchfeuchtete Rinde oder die äußere Holzschicht entfernt hat.

Je nach Absicht kann man ein
- Wärmfeuer; sie sollen bei geringer Rauchentwicklung in die Breite strahlende Wärme abgeben; oder
- Kochfeuer; sie müssen ein Glutbecken haben oder nach oben auf einer begrenzten Fläche starke Hitze entwickeln.
entfachen.
 

Arten von Feuerstellen :

 

a. Grundfeuer :

- Anzündmaterial pyramidenförmig aufschichten.
- Dünne Äste oder Scheite um das Anzündmaterial herum- stellen und Feuer anzünden.
- Nach dem Anbrennen dickeres Holz nachlegen. Das Grandfeuer ist vor allem ein W ä r m f e u e r.
 

b. Stemfeuer :

 

- Anzündmaterial in einer kleinen Vertiefung am Boden entfachen.
- Scheite oder Äste sternförmig darüber legen.
- Zum Nähren des Feuers Scheite zur Mitte hin nachschieben.
Das Stemfeuer eignet sich in erster Linie als K o c h f e u e r.
 

c. Balkenfeuer :

Zwei oder drei trockene Balken oder Stämme zwischen Pfosten mit etwa fauststarken Zwischenräumen übereinanderschichten; die Balken bzw. Stämme so bearbeiten, daß zu den Zwischenräumen hin Späne abstehen. Zwischenräume mit Holzspänen, Reisig oder Kleinholz aus füllen. Das Feuer brennt bei einer Balken- oder Stammstärke von et wa 25 cm und mit Windschutz bis zu 10 Stunden. Es schwelt und entwickelt bei kleiner Flamme und wenig Rauch viel Hitze, so daß es vor allem als W ä r m f e u e r geeignet ist.

 

 d. Jägerfeuer :

- Mindestens drei armdicke Rundhölzer oder Scheite quer auf zwei Rundhölzer (Scheite) legen.
- Unter der Kreuzstelle das Feuer mit Anzündmaterial an zünden.
- Die aufgelegten Rundhölzer (Scheite) allmählich flachschieben.
Das Jägerfeuer brennt langsam, es eignet sich als W ä r m - undals Kochfeuen

 

e. Gitterfeuer :

- Auf zwei stärkeren Rundhölzern oder Scheiten dünnere Hölzer oder Scheite gitterförmig aufschichten.
- Die Zwischenräume mit Anzündmaterial ausfüllen. Die Brennstelle ist in der Mitte unter den aufgestapelten Hölzern.
Das Feuer wird vorzugsweise als W ä r m f e u e r benutzt.
 

f. Grubenfeuer :

- In einer Grube von 40 bis 50 cm Tiefe und Durchmesser Holzscheite oder Rundhölzer dicht nebeneinander an der Grubenwand aufstellen.
- Das Brennmaterial mit Anzündmaterial in der Grubenmitte in Brand setzen.
- Zur Gewinnung eines Glutvorrats für mehrere Stunden die Grube nach Abbrennen des Holzes teilweise abdecken, z.B. mit einer Erdscholle.
Dieses Feuer eignet sich besonders gut als K o c h f e u e r.
 

f. Grubenfeuer mit Zug:

- Zusätzlich zum normalen Grubenfeuer wir ein Zug angelegt. Hierdurch wird das Feuer zusätzlich mit Sauerstoff versorgt.

-Besonders geeignet bei feuchten Holz oder als Signalfeuer.

Das Feuer kann fast nicht erstickt werden durch nase Zweige, Moose oder wie auf dem Bild mit frischen Maispflanzen..

g.Pagodenfeuer

                                                    - Das Pagodenfeuer ist ein Feuer, das vergleichsweise lange mit gleichbleibender Helligkeit und Wärme brennt.

                                                      Man muß dadurch nicht immer wieder Brennholz nachlegen. Bei einem sorgfältig aufgebauten Pagodenfeuer

                                                      ist die Gefahr auch sehr gering, daß brennende Holzstücke aus dem Feuer herausfallen.

 

Auch Kerzen, in durchlöcherten Konservendosen aufgestellt, erzeugen Wärme.
 

Kochen mit Feuern :

Zum Zubereiten oder Aufwärmen von Speisen an offenen Feuern kann man eines der folgenden Verfahren anwenden:

a. Mit drei Stangen stellt man einen in der Höhe verstellbaren Dreifuß auf. Mit einem Draht wird das Kochgefäß so am Dreifuß befestigt, daß es dicht über dem Feuer hängt.

 

b. Für ein Kochfeuer mit Querstange legt man die Stange über zwei in die Erde gerammte Astgabeln oder über zwei Gabeln aus gekreuzten Stangen. Fleischstücke oder Geflügel spießt man zum Braten auf die Querstange; die Kochgefäße hängt man an der Querstange über das Feuer.

 

c. Eine Kochstelle aus Steinen, Grassoden oder Erde hat zwei einander gegenüberliegende Öffnungen für den Durchzug. Der obere Rand der Kochstelle muß eben sein, damit man das Kochgefäß aufstellen kann.

 

d. Bei einem Grubenfeuer stellt man das Kochgefäß in das Glutbecken, damit es von allen Seiten gleichmäßige Hitze erhält; dies ist vor allem bei großen Kochgefäßen zweckmäßig.

Dünnwandige Gefäße (Marmeladeneimer, Eßgeschirre) brennen bei längerer direkter Berührung mit der Glut durch; sie sind daher für Grubenfeuer ungeeignet.
 

e. Für ein Kochfeuer am Hang gräbt man ein Stück Böschung so ab, daß eine waagerechte Fläche von mindestens 50 x 50 cm entsteht. In ihrer Mitte hebt man ein Feuerloch von 15 bis 20 cm Tiefe und Durchmesser und mit einem Zugang von vorn aus. In die senkrechte Rückwand gräbt man einen Rauchabzug und verbindet ihn mit dem Feuerloch. Die Kochgefäße hängt man an Stangen über das Feuer.